Mein Name ist Petra Sanft, 57 Jahre alt und in Stuhr-Varrel zu Hause.
Seit über zwei Jahrzehnten arbeite ich als kaufmännische Angestellte im Immobilienmanagement eines großen Einzelhandelsunternehmens hier in Niedersachsen. Mein Beruf erfordert jeden Tag Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein – Werte, die ich gemeinsam mit dem Bürgerforum in die politische Arbeit für Stuhr einbringen will.
Bevor ich in die Immobilienbranche gewechselt bin, war ich viele Jahre in der Pflege tätig – sowohl in der Kinderkrankenpflege als auch in der Betreuung älterer und kranker Menschen in einem Seniorenheim. Diese Zeit hat mich geprägt: Ein lebenswertes Umfeld für jede Generation ist mir ein Herzensanliegen. Mein Wunsch ist es, die Brücke zwischen den Jüngsten unserer Gesellschaft und unseren lebenserfahrenen Senioren zu schlagen, damit beide Seiten voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können.
Zudem schlägt mein Herz für Tiere. Ich setze mich dafür ein, unsere Umgebung hundefreundlicher zu gestalten – zum Beispiel durch einen sicheren, eingezäunten Bereich für den ganzjährigen Freilauf. Ein Ort, an dem nicht nur die Hunde toben, sondern auch wir Menschen uns begegnen und austauschen können.
Lange Zeit war Politik für mich kein Thema, das mich persönlich berührt hat – ich habe mich weder aktiv engagiert noch besonders dafür interessiert. Doch das hat sich grundlegend geändert: Die aktuellen Entwicklungen haben meinen Blick geschärft. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass man Dinge nicht nur beobachten, sondern mitgestalten muss.
Gemeinsam mit meinem Mann engagiere ich mich deshalb aktiv im neu gegründeten ‚Bürgerforum Stuhr e.V.‘, um vor Ort etwas zu bewegen.“ „Ich habe die Strukturen im Gemeinderat mittlerweile durchschaut und beobachte mit Sorge, wie viele wegweisende Entscheidungen ohne echte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger parteiübergreifend durchgewinkt werden. Anstatt mich weiterhin nur passiv zu beklagen, möchte ich nun aktiv Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, den politischen Prozess transparenter und bürgernäher zu gestalten.
Gemeinsam mit meinem Mann, Holger Sanft, bin ich dem Bürgerforum Stuhr beigetreten.
Unser klares Ziel: Wir wollen bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 als parteilose Kraft zusammen mit dem engagierten Team in den Gemeinderat einziehen.
Wir treten mit einer eigenen Liste an und laden alle Bürgerinnen und Bürger, die mit der aktuellen Politik unzufrieden sind, dazu ein, uns mit ihrer Stimme den Rücken für einen echten Wechsel zu stärken.
Petra Sanft – das ist mir ein persönliches Anliegen
Gemeinsam statt einsam
Stuhr ist mein Zuhause und meine Wunschheimat. Es ist ein Ort mit großem Potenzial, mit engagierten Menschen und einer Gemeinschaft, die mehr verdient als reine Verwaltung.
Deshalb kandidiere ich für den Gemeinderat – nicht, um den Status quo zu verwalten, sondern um unsere Gemeinde zukunftsfähig zu gestalten. Mein Ziel ist ein Stuhr, in dem wir nicht nebeneinander leben, sondern wieder stärker miteinander.
Warum mir dieses Thema so wichtig ist? Ich weiß aus eigener Erfahrung, was Pflege bedeutet. Meine Schwester und ich haben unsere Eltern nach schwerer Krankheit bis zu ihrem frühen Tod begleitet. Diese generationenübergreifende Unterstützung hat uns getragen – aber nicht jeder Mensch im Alter oder mit Handicap hat ein solches Netz. Genau deshalb müssen wir diese Nachbarschaften schaffen, die auffangen, wo Familie fehlt.
Mein Schwerpunkt: Generationen verbinden
In vielen Gesprächen – beim Einkaufen oder an unseren Informationsständen in den Ortsteilen – höre ich immer wieder denselben Wunsch:
Wir brauchen mehr Orte der Begegnung.
Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass zukünftige Anträge im Gemeinderat konsequent unter einem Leitgedanken stehen:
Generationen zusammenbringen statt trennen.
Das betrifft beispielsweise
● Freizeitangebote
● Wohnprojekte
● öffentliche Plätze
● Nachbarschaftshilfen
● soziale Infrastruktur
Wir dürfen nicht länger nur in den Kategorien „Spielplatz“ oder „Altenpflege“ denken. Stattdessen brauchen wir Räume, in denen sich Jung und Alt ganz selbstverständlich begegnen.
Der demografische Wandel betrifft auch Stuhr
Die Gemeinde Stuhr steht in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren vor einer großen Herausforderung.
Die wichtigsten Zahlen
● Bis 2035 werden rund 31,4 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.
● Bereits 8,1 % werden über 80 Jahre alt sein.
● Damit liegt Stuhr über dem Durchschnitt des Landkreises Diepholz.
Die Bevölkerungszahl bleibt zwar weitgehend stabil, die Altersstruktur verändert sich jedoch deutlich.
Aus meiner Sicht fehlen bislang die notwendigen politischen Weichenstellungen, um auf diese Entwicklung rechtzeitig zu reagieren.
(Quelle: Pflegebericht 2023)
Eine verpasste Chance im Ortskern Stuhr
Beim Blick auf die Entwicklung unseres Ortskerns fällt mir auf:
Neue Projekte konzentrieren sich häufig vor allem auf die Schaffung von Wohnraum.
Doch reicht das aus?
Wohnungen allein machen einen Ort noch nicht lebendig.
Ich bin überzeugt:
Wir brauchen nicht nur mehr Wohnraum – wir brauchen mehr
gemeinschaftliches Leben.
Deshalb sollten wir intergenerationelle Wohn- und Begegnungskonzepte stärker mitdenken.
Erfolgreiche Beispiele aus Europa
Ich weiß, dass sich nicht jedes Modell eins zu eins auf Stuhr übertragen lässt. Dennoch lohnt sich ein Blick auf erfolgreiche Projekte unserer Nachbarn.
Humanitas Deventer (Niederlande)
Seit 2012 erfolgreich umgesetzt
Das Konzept
Studierende wohnen kostenlos in einem Senioren- und Pflegeheim.
Als Gegenleistung verbringen sie mindestens 30 Stunden pro Monat mit den
Bewohnerinnen und Bewohnern, zum Beispiel durch
● gemeinsames Kochen
● Einkaufen
● Computerkurse
● Gespräche
● gemeinsame Freizeit
Die pflegerische Versorgung bleibt selbstverständlich Aufgabe der Fachkräfte.
Finanzierung
Kostenneutral für die Einrichtung
● freie Zimmer werden an Studierende vergeben
● keine zusätzlichen Fixkosten
● Senioren zahlen ihre regulären Pflege- und Wohnkosten
● Studierende leisten Zeit statt Miete
Das reduziert Einsamkeit und entlastet gleichzeitig das Pflegepersonal.
„Wohnen für Hilfe“
Seit den 1990er Jahren in Deutschland und Österreich etabliert
Das Konzept
Ältere Menschen mit freiem Wohnraum stellen diesen Studierenden oder Auszubildenden zur Verfügung.
Als Gegenleistung unterstützen diese im Alltag.
Beispiele:
● Einkaufen
● Gartenarbeit
● kleine Reparaturen
● Begleitung
● Gesellschaft
Die Faustregel
1 Quadratmeter Wohnfläche = 1 Stunde Hilfe pro Monat
Finanzierung
- keine klassische Kaltmiete
- Gegenleistung erfolgt ausschließlich durch Unterstützung
- Nebenkosten werden von den Studierenden getragen
- Vermittlung erfolgt häufig über Studentenwerke, Kommunen oder
Wohlfahrtsverbände
Auch Inklusion mitdenken
Solche Modelle lassen sich hervorragend um den Gedanken der Inklusion erweitern.
Ein barrierefreies Quartier schafft die Voraussetzungen dafür, dass auch Menschen mit Handicap möglichst selbstbestimmt leben können – eingebunden in eine starke Nachbarschaft, in der gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist.
Meine Vision für Stuhr
Ich wünsche mir eine Gemeinde,
● in der sich Generationen begegnen,
● in der Einsamkeit verhindert wird,
● in der Nachbarschaft wieder gelebt wird,
● in der Wohnen mehr bedeutet als vier Wände.
„Eine Gemeinde zeigt ihr wahres Gesicht darin, wie gut sie ihre Jüngsten,
ihre Ältesten und diejenigen zusammenbringt, die Unterstützung
brauchen.“
Lassen Sie uns Stuhr gemeinsam gestalten
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Stuhr auch in Zukunft eine lebenswerte, lebendige und solidarische Gemeinde bleibt.
Gemeinsam können wir heute die Grundlagen dafür schaffen, dass sich auch kommende Generationen hier zuhause fühlen.
Bitte unterstützen Sie mit Ihren Stimmen bei der Wahl am 13.09.2026 mich und das Bürgerforum Stuhr.
Bürger für Brüger - für ein besseres Stuhr.