Mein Name ist Marcus Baumann, ich bin 45 Jahre alt und lebe seit mehr als 26 Jahren in der Gemeinde Stuhr, davon seit mittlerweile zehn Jahren in Brinkum.
Als aktiver Fußballer war ich viele Jahre bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, dem TSV Heiligenrode sowie dem TSV Barrien aktiv. Gerade im Mannschaftssport habe ich gelernt, wie wichtig Teamfähigkeit, Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt sind – Eigenschaften, die auch in der Politik unverzichtbar sind.
Beruflich bin ich im Bereich Key Account Management und Marketing bei einem mittelständischen Lebensmittelhersteller aus Niedersachsen tätig. In meinem Arbeitsalltag arbeite ich täglich mit Menschen, entwickle Lösungen, koordiniere Projekte und trage Verantwortung für langfristige Geschäftsbeziehungen. Dabei sind Verlässlichkeit, wirtschaftliches Denken, Kommunikationsstärke und ein offener Blick für neue Ideen besonders wichtig – Werte und Fähigkeiten, die ich auch für Stuhr einsetzen möchte.
Die Bundespolitik verfolge ich bereits seit längerer Zeit aufmerksam – allerdings zunehmend mit Frustration. Spätestens die politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre sowie die jüngsten Entwicklungen in der Gemeinde Stuhr haben mich dazu bewegt, mich künftig nicht mehr nur über Politik zu ärgern oder Entscheidungen einfach hinzunehmen, sondern mich aktiv einzubringen und Politik mitzugestalten.
Da ich sowohl mit der bisherigen Parteipolitik auf Bundesebene als auch mit der politischen Entwicklung in Stuhr unzufrieden bin, engagiere ich mich heute im neu gegründeten Bürgerforum Stuhr e.V. Unser Ziel ist es, Politik wieder gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten – und nicht über ihre Köpfe hinweg. Politik muss die Menschen wieder mitnehmen, verständlich, transparent und vor allem bürgernah sein.
Das Bürgerforum Stuhr tritt erstmals bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 an. Wir sind keine Partei, sondern ein Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger, die die lokale Kommunalpolitik transparenter, sachlicher und mit deutlich mehr Bürgerbeteiligung gestalten möchten.
STU(H)R 30 –
VERKEHR MUSS FLIESSEN. ABER VERKEHR MUSS AUCH SICHER SEIN!
Das Thema Verkehr in Stuhr liegt mir auch persönlich besonders am Herzen.
Ich war selbst viele Jahre Pendler nach Bremen und kenne die täglichen Verkehrsprobleme zwischen Stuhr und Bremen aus eigener Erfahrung. Heute arbeite ich viel im Homeoffice oder bin beruflich mit dem PKW in ganz Deutschland unterwegs.
🚲 UND IN MEINER FREIZEIT?
Da bin ich selbst ab und an mit dem Fahrrad unterwegs.
Gerade deshalb geht es mir bei meiner Kritik ausdrücklich nicht um Auto gegen Fahrrad. Ich kenne beide Perspektiven.
Als Brinkumer beschäftigt mich beispielsweise die Situation auf der Bahnhofstraße in Richtung Stuhrbaum besonders.
Ich sage ganz persönlich: Ich fühle mich dort als Radfahrer auf der Fahrbahn nicht sicher.
Und das hat für mich nicht nur mit der zulässigen Geschwindigkeit zu tun.
Ich habe dort selbst mehrfach Situationen erlebt, in denen PKW andere PKW überholt haben – auch im Bereich Stuhrbaum, obwohl dort Tempo 30 gilt.
Wenn ich gleichzeitig als Radfahrer auf dieser Fahrbahn unterwegs bin, empfinde ich solche Situationen als äußerst unangenehm.
Und genau deshalb stelle ich die Frage:
Ist es wirklich die beste Verkehrspolitik, Radfahrer verstärkt gemeinsam mit dem motorisierten Verkehr auf die Fahrbahn zu schicken?
Tempo 30 allein schafft aus meiner Sicht noch keine sichere Radverkehrsinfrastruktur.
Ich möchte sichere, gut ausgebaute und intakte Radwege, auf denen sich Menschen auch tatsächlich sicher fühlen können – Kinder, Senioren, Familien und Alltagsradler genauso wie ich.
🚗 GLEICHZEITIG IST STUHR EINE PENDLERGEMEINDE.
Die Nähe zu Bremen ist eine unserer Stärken, bedeutet aber auch erhebliche tägliche Verkehrsströme.
Hinzu kommen die Arbeiten an der A1-Weserbrücke und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen. Gerade deshalb müssen wir jetzt dafür sorgen, dass der Verkehr innerhalb Stuhrs möglichst intelligent und flüssig geführt wird.
🚦 GROSS MACKENSTEDT: DAS PROBLEM IST SEIT JAHREN BEKANNT.
Bereits 2016 wurde wegen der Rückstaus vorgeschlagen, die fünf Ampeln im Bereich Stuhrer Dreieck/Groß Mackenstedt über die Verkehrsmanagementzentrale Bremen steuern zu lassen.
Die Forderung nach einer Ampelschaltung, die dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen besser gerecht wird, wurde damals ausdrücklich sowohl mit Verkehrssicherheit als auch mit ökologischen Gründen begründet.
Das war vor zehn Jahren.
Warum diskutieren wir 2026 noch immer über dieselben Probleme?
Auch in Alt-Stuhr erleben wir regelmäßig Rückstaus. Das Stuhrer Mobilitätskonzept bezeichnet beispielsweise die Haferflockenkreuzung als „stark belasteten Knoten“.
NICHT EINFACH LANGSAMER – SONDERN INTELLIGENTER!
🤖 Intelligente und verkehrsabhängige Ampelsteuerungen nutzen.
🚦 Ampelphasen besser aufeinander abstimmen.
🚗 Unnötiges Stop-and-Go vermeiden.
🚲 Sichere und intakte Radwege schaffen.
🚸 Tempo 30 dort, wo es aufgrund der Verkehrssicherheit sinnvoll und erforderlich ist.
📊 Verkehrsentscheidungen anhand tatsächlicher Daten treffen.
🚧 Auswirkungen von A1-Baustellen und Ausweichverkehr berücksichtigen.
Auch weitere Verkehrseinschränkungen müssen wir kritisch auf ihre Folgen prüfen. Bündnis 90/Die Grünen beantragte am 7. Oktober 2025 die Prüfung sogenannter Schulstraßen. Dabei kann es zu zeitweisen Sperrungen für den öffentlichen Kfz-Verkehr kommen.
Die Sicherheit unserer Kinder hat selbstverständlich höchste Priorität.
Aber Verkehr verschwindet durch eine Sperrung nicht automatisch. Deshalb müssen vorher auch Umleitungsverkehr, zusätzliche Belastungen anderer Wohnstraßen und Auswirkungen auf benachbarte Verkehrsknoten betrachtet werden.
STAU IST KEIN VERKEHRSKONZEPT –
ABER RADFAHRER AUF DIE FAHRBAHN ZU SCHICKEN IST FÜR MICH AUCH NICHT AUTOMATISCH EIN SICHERHEITSKONZEPT.
Ich möchte keine Politik gegen Autofahrer.
Ich möchte genauso wenig Politik gegen Radfahrer oder Fußgänger.
Ich möchte, dass wir die tatsächlichen Probleme lösen.
Als ehemaliger Bremen-Pendler, heutiger beruflicher Autofahrer und Freizeitradfahrer kenne ich diese unterschiedlichen Perspektiven selbst.
Deshalb möchte ich:
WENIGER IDEOLOGIE.
MEHR VERKEHRSFLUSS.
MEHR SICHERHEIT.
Für Auto, Rad und Fuß.
Für Stuhr.
Marcus Baumann
Bürgerforum Stuhr