Mein Name ist Kai-Uwe Jobst, ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und Vater eines zehnjährigen Sohnes. Gemeinsam mit meiner Familie und unserem Hund Luke lebe ich in Stuhr-Fahrenhorst, das seit vielen Jahren unser Zuhause ist.
Seit 2014 wohnen wir in Stuhr. Mit unserer Gemeinde verbunden bin ich jedoch schon deutlich länger. Meine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte ich bei der Firma E.H. Harms Automobiltransporte in Seckenhausen. Anschließend studierte ich Rechtswissenschaften und bin heute als zugelassener Rechtsanwalt tätig. Darüber hinaus führe ich seit über 20 Jahren als Geschäftsführer ein mittelständisches Unternehmen und bin beruflich auch international tätig.
Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich in den vergangenen Jahrzehnten erlebt, wie stark sich unsere Welt verändert. Digitalisierung, Globalisierung und wirtschaftlicher Wandel stellen Deutschland vor große Herausforderungen. Gleichzeitig sehe ich aber auch, dass viele Probleme seit Jahren bekannt sind, ohne dass sie konsequent angegangen werden.
Neben meinem Beruf engagiere ich mich seit vielen Jahren ehrenamtlich. Unter anderem habe ich mich für das Bürgerhaus Fahrenhorst eingesetzt und die Arbeit der Stiftung Impuls unterstützt, die sich für frühkindliche Bildung engagiert. Denn eine starke Gemeinschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich aktiv einbringen.
Warum ich kandidiere?
In den vergangenen Jahren habe ich mit wachsender Sorge beobachtet, wie sich Politik und Bürger immer weiter voneinander entfernen.
Gleichzeitig erleben wir, dass die politischen Ränder stärker werden, während das Vertrauen vieler Menschen in die demokratischen Institutionen schwindet. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis einer Politik, die häufig über Menschen spricht, statt mit ihnen zu sprechen.
Viele Bürger haben heute das Gefühl, dass ihre Sorgen, Erfahrungen und Vorschläge nicht mehr ausreichend gehört werden. Dieses Gefühl darf niemand leichtfertig abtun. Denn Demokratie lebt vom Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nur dort, wo Menschen ernst genommen werden.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Antwort auf diese Entwicklung weder in den politischen Rändern liegt noch in einem „Weiter so“ der vergangenen Jahrzehnte. Die Antwort liegt in einer starken demokratischen Mitte.
Genau deshalb engagiere ich mich für das Bürgerforum Stuhr.
Wir verstehen uns nicht als klassische Partei. Wir sind eine Bürgerbewegung aus der Mitte unserer Gemeinde. Unser Ziel ist es, Demokratie wieder näher an die Menschen zu bringen – transparent, nachvollziehbar und mit echter Beteiligung.
Für mich bedeutet Demokratie mehr als alle fünf Jahre ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen. Demokratie bedeutet, Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen einzubeziehen, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und gemeinsam nach den besten Lösungen zu suchen.
In meiner beruflichen Tätigkeit erlebe ich täglich, wie wichtig es ist, Probleme offen anzusprechen und Veränderungen aktiv anzugehen. Genau das vermisse ich häufig in der Politik. Viele Herausforderungen unseres Landes sind seit Jahren bekannt. Zu oft werden sie verwaltet statt gelöst.
Ein Satz beschreibt meine Haltung sehr treffend:
„Wer immer wieder das Gleiche tut und auf andere Ergebnisse hofft, wird keine Veränderung erreichen.“
Viele Menschen haben den Eindruck, dass Politik häufig nach denselben Mustern funktioniert und dieselben Antworten auf neue Herausforderungen gibt. Doch wenn wir andere Ergebnisse wollen, müssen wir bereit sein, neue Wege zu gehen.
Für mich ist das Bürgerforum Stuhr genau ein solcher neuer Weg.
Was mir wichtig ist?
Ich wünsche mir eine Gemeinde, in der Politik wieder nachvollziehbar wird.
Eine Gemeinde, in der Bürger frühzeitig informiert werden.
Eine Gemeinde, in der wichtige Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen vorbereitet, sondern offen diskutiert werden.
Eine Gemeinde, in der Bürgerbeteiligung nicht als Hindernis verstanden wird, sondern als Chance.
Die Diskussionen um die Ortskernentwicklung, die Verkehrsplanung oder das Fahrradkonzept haben gezeigt, dass viele Menschen sich mehr Mitsprache wünschen. Dieses Bedürfnis ist berechtigt und verdient Respekt.
Politik muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt.
Deshalb setzen wir uns als Bürgerforum Stuhr für mehr Transparenz, mehr Beteiligung und mehr direkte Demokratie auf kommunaler Ebene ein.
Mein Ziel für Stuhr?
Ich kandidiere, weil ich überzeugt bin, dass unsere Demokratie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern lebt.
Ich kandidiere, weil ich glaube, dass Vertrauen nur durch Offenheit, Ehrlichkeit und Beteiligung zurückgewonnen werden kann.
Und ich kandidiere, weil ich davon überzeugt bin, dass Stuhr die Chance hat, Vorbild für einen neuen Politikstil zu werden – sachlich, bürgernah und unabhängig von parteipolitischen Interessen.
Die Zukunft unserer Gemeinde darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg gestaltet werden.
Sie muss gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entstehen.
Dafür trete ich an.
Für mehr Bürgerbeteiligung.
Für mehr Transparenz.
Für eine starke Demokratie aus der Mitte unserer Gesellschaft.
Für Stuhr.